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Prävention - Früherkennung

Alzheimer

Alzheimer

Zu Beginn einer Alzheimer-Erkrankung bemerkt der Betroffene keinerlei Probleme. Es sind sein Umfeld und natürlich auch sein Arzt, die die ersten Anzeichen der Alzheimer-Krankheit beobachten. Im Folgenden werden Ihnen typische Anzeichen für das erste Stadium der Erkrankung vorgestellt.


Seien Sie aufmerksam

  • Die Anzeichen der Erkrankung äußern sich individuell unterschiedlich. Im Allgemeinen jedoch steigern sich die Probleme der Alzheimer-Krankheit während eines Zeitraums von sieben bis zwölf Jahren.
  • Die Erkennung der ersten Anzeichen ist extrem wichtig.
  • Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher kann ein Fortschreiten der Krankheit hinausgezögert und besser kontrolliert werden.

Wie manifestiert sich die Krankheit am Anfang?

Gedächtnisverlust
  • Jeder kann mal einen Namen oder eine Telefonnummer vergessen; dies ist völlig normal. Wenn man aber häufig erst kürzlich Geschehenes vergisst, ist das weniger normal.
  • Sich nicht an den Ort zu erinnern, wo man die Ferien verbracht hat oder wiederholt nicht mehr zu wissen, wo man sein Auto geparkt hat, ist auffällig.
  • Bei einer Alzheimer-Erkrankung sind sehr alte Erinnerungen meist noch vorhanden.
Alltägliche Aufgaben werden nur schwer bewältigt
  • Scheinbar selbstverständliche Fähigkeiten wie Kochen, sich Waschen und Telefonieren werden durch eine mangelnde Aufmerksamkeit und Konzentrationsprobleme beeinträchtigt.
  • Zu den Anzeichen zählt es auch, wenn die Medikamente ohne Hilfe nicht mehr eingenommen werden können und die Dosis oder die Einnahmezeiten vergessen werden.
Probleme beim Sprechen
  • Jeder sucht mal das richtige Wort. Der an Alzheimer erkrankte Mensch vergisst aber geläufige Wörter und ersetzt sie durch unpassende Begriffe.
Verlust des Orientierungssinns
  • Betroffenen passiert es, dass sie sich in der eigenen Straße verlaufen.
  • Das selbstständige Autofahren oder auch die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln können zum Problem werden.
Eingeschränktes Urteilsvermögen
  • Unter anderem kommt es vor, dass Erkrankte abwegige Verträge unterzeichnen oder im Restaurant ein fürstliches Trinkgeld für eine kleine Leistung geben.
  • Des Weiteren kann sich Alzheimer durch die Tatsache äußern, dass das eigenständige Ausfüllen eines Schecks, die Bezahlung einer Rechnung oder der richtige Umgang mit Geld nicht mehr funktionieren.
Schwierigkeiten mit abstrakten Begriffen
  • Ein weiteres Anzeichen für die Alzheimer-Erkrankung ist das Vergessen der Bedeutung von Zahlen und Daten.
Verlust von Gegenständen
  • Ein an Alzheimer erkrankter Mensch kann Gegenstände an abwegige Orte legen, dies dann vergessen und sein Umfeld des Diebstahls bezichtigen.
  • Zunehmend verliert der Betroffene jeden Bezug zur Realität. Beispielsweise wird der Gasregler am Herd für den Schalter vom Fernseher gehalten.
Veränderter Humor, Persönlichkeitsveränderung
  • Ein grundloser Übergang vom Lachen zum Weinen ist nicht selten. Ein sonst fröhlicher, umgänglicher Mensch kann zunehmend jähzornig, aggressiv und eifersüchtig werden.
Mangelnde Begeisterungsfähigkeit
  • Alle Menschen können den Spaß an der Arbeit oder einem Hobby verlieren. Einem von Alzheimer betroffenen Menschen hingegen ist einfach alles egal.

 

Notieren Sie sich, was Ihnen am Verhalten Ihres Angehörigen nicht normal erscheint. So können Sie beim nächsten Arztbesuch darüber sprechen, über mögliche Maßnahmen diskutieren und lernen, die Krankheit richtig einzuschätzen.

Für Ihre Angehörigen können Ihnen unterschiedliche Lösungen vorgeschlagen werden: Hilfe zu Hause, Tagesklinik, vorübergehende Einweisung ins Krankenhaus.

Für betreuende Angehörige kann eine psychologische Betreuung sinnvoll sein.

 

Publikationsdatum:   11.03.11
Datum geändert:  13.04.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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