Zum Inhalt
Sie befinden sich hier:  Home  > Weitere Informationen  > Prävention - Früherkennung

Weitere Informationen

Prävention - Früherkennung

Erste Parkinson-Symptome

Erste Parkinson-Symptome

Von der Parkinsonschen Krankheit (häufig auch als Schüttellähmung bezeichnet) sind ca. 300.000-400.000 Menschen in Deutschland betroffen. In den allermeisten Fällen tritt die Erkrankung erst nach dem 50. Lebensjahr deutlich in Erscheinung. Es gibt aber auch jüngere Patienten, die darunter leiden.


Was sind die ersten sichtbaren Symptome?

  • Als erstes Symptom fällt meist eine starre Mimik der Betroffenen auf. Dieses als Akinese bezeichnete Symptom beginnt häufig in den Gesichtsmuskeln und führt zu einem deutlichen Rückgang der Mimik. Die Patienten scheinen eine Art maskenhaftes Gesicht zu haben und reagieren langsamer und weniger ausgeprägt mit Lächeln oder anderen Gesichtsausdrücken.
  • Als weiteres Symptom wird die Stimme oft leise und undeutlich. Das Schlucken verzögert sich.
  • Diese Akinese ist später auch an anderen Muskeln zu finden. So fehlt bei Parkinson-Patienten schon relativ früh das Mitschwenken der Arme beim Gehen.
  • Frühe Symptome sind Depressionen und Schlafstörungen, die aber noch sehr uncharakteristisch sind.

Weitere Symptome

  • Neben der Akinese tritt vor allem das Zittern (Tremor) auf. Die Patienten geraten dadurch oft in den Verdacht, ein Alkoholproblem zu haben. Dies ist jedoch absolut falsch! Der Parkinson-Tremor ist ein Ruhe-Zittern. Die Ausschläge der Hände sind bei Ruhe stärker als bei Bewegung.
  • Neben dem Zittern ist für den Fachmann häufig der Rigor – d. h. ein erhöhter Muskeltonus – beim Patienten zu erkennen. Durch den erhöhten Spannungszustand spürt der Arzt beim Bewegen des Gelenks einen erhöhten Widerstand. Man sieht dabei meist als Erstes die leichte Beugung der Ellenbogengelenke.
  • Zu den drei wichtigsten Symptomen Akinese, Rigor und Tremor können eine Reihe von anderen Begleitsymptomen kommen (z.B. Depressionen, Störungen im Magen-Darm-Trakt).
  • Gang- und Standunsicherheiten gehören auch zu den Symptomen der Parkinsonschen Krankheit. Diese treten aber nur selten zu Beginn einer Erkrankung auf.
  • Die Patienten können nur mit kleinen, trippelnden Schritten Gleichgewichtsschwankungen ausgleichen.

Therapiemöglichkeiten

  • Neben den medikamentösen Maßnahmen, die viele Symptome deutlich lindern können, eignen sich Sport und Krankengymnastik für fast alle Patienten. Gerade das Training der Muskulatur ist gegen das Fortschreiten der Erkrankung – für die es bis heute keine Heilung gibt – sehr wichtig.
  • Die medikamentöse Therapie sollte durch einen Experten, also einen Neurologen, verordnet werden. Neben Tabletten gibt es auch die Möglichkeit Spritzen oder spezielle Medikamentenpflaster einzusetzen.

Soziale Aspekte

  • Häufig werden die Patienten von nahen Angehörigen lange betreut. Diese kümmern sich meist rührend und aufopfernd um die Betroffenen. Oft werden die Patienten so sehr „bemuttert“, dass die eigene Leistungsfähigkeit schwindet.
  • Wichtig zu beachten ist, dass die Patienten zwar langsamer reagieren, aber durchaus zu vielen Tätigkeiten selbstständig in der Lage sind. Lassen Sie die Patienten z. B. auch selbst antworten, wenn der Arzt nach dem Zustand fragt.

Eine fehlende oder langsam weniger werdende Mimik kann ein erstes Symptom für eine Parkinson Erkrankung sein. Wenn Ihnen bei Angehörigen dafür erste Signale auffallen, sollte ein Facharzt, ein Neurologe, aufgesucht werden. Viele Folgen der Erkrankung können durch eine optimale Behandlung gemildert werden.

Stand: August 2011

Publikationsdatum:   04.09.11
Datum geändert:  29.07.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

SchwerpunkteMehr

Ähnliche Dokumente

Migräne – Definition, Formen, Ursachen
Migräne – Definition, Formen, Ursachen
Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa jeder Zehnte leidet regelmäßig an Migräne-Attacken. Die Krankheit setzt oft während der Pubertät ein und betrifft mehr Frauen als Männer.
Weiterlesen
Text
Alzheimer
Alzheimer
Zu Beginn einer Alzheimer-Erkrankung bemerkt der Betroffene keinerlei Probleme. Es sind sein Umfeld und natürlich auch sein Arzt, die die ersten Anzeichen der Alzheimer-Krankheit beobachten. Im Folgenden werden Ihnen typische Anzeichen für das erste Stadium der Erkrankung vorgestellt.
Weiterlesen
Text
Migräne bei Kindern, Schwangeren und älteren Menschen
Migräne bei Kindern, Schwangeren und älteren Menschen
Bei Kindern, älteren Menschen und bei Frauen in der Schwangerschaft tritt Migräne mitunter in besonderen Formen auf oder es kann zu Veränderungen im Krankheitsbild kommen.
Weiterlesen
Text

Diese Website ersetzt keinen Arztbesuch!