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Prävention - Früherkennung

Herzsport – Hilfe für Patienten mit Herzerkrankungen

Herzsport – Hilfe für Patienten mit Herzerkrankungen

Viele Menschen, bei denen Erkrankungen des Herzens festgestellt wurden, meinen, dass sie nun körperliche Bewegung meiden müssen. Da beispielsweise nach einem Infarkt körperliche Bewegung häufig auch als Belastung empfunden wird, wird auf zusätzliche Aktivität verzichtet. In den allermeisten Fällen ist Sport aber besonders gut für die Patienten. Daher sollten solche Patienten gezielt Herzsportgruppen aufsuchen.


Was sind Herzsportgruppen?

  • In Deutschland gibt es ca. 6.000 Herzsportgruppen. Sie werden von Ärzten betreut. Dort wird unter Leitung eines speziell ausgebildeten Übungsleiters trainiert. Blutdruck und Puls werden bei den Übungen regelmäßig überwacht. Der Arzt kann bei einem Notfall sofort eingreifen.

Was ist das Ziel der Herzsportgruppen?

  • Ziel der Herzsportgruppen ist ein optimales Training von Herz und Kreislauf durch eine genau dosierte und den persönlichen Fähigkeiten angepasste Bewegungstherapie.
  • Die körperliche Belastbarkeit soll kontinuierlich gesteigert werden.
  • Außerdem werden Entspannungstechniken gezeigt, die die Patienten in Anspannungssituationen auch im Alltag einsetzen können.
  • Gruppengespräche helfen, Ängste vor einem weiteren Herzinfarkt abzubauen.
  • Ferner soll eine Gesundheitsplanung (z. B. Ernährungsberatung und Techniken zur Raucherentwöhnung) möglichst viele Herz- und Kreislauf-Risiken senken.
  • Der Kontakt zu einer Herzsportgruppe sollte im Anschluss an eine Rehabilitation nach einer Herzerkrankung in Abstimmung mit Ihrem Arzt aufgenommen werden. Eine Herzsportgruppe ist nicht nur nach einem Herzinfarkt zu empfehlen. Auch Patienten mit Herzrhythmusstörungen, nach einer Herzklappenoperation, nach einer Herzmuskelentzündung oder mit Herzinsuffizienz sollten ihren Arzt um eine Empfehlung bitten. Die Kosten werden in manchen Fällen von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Wo findet man eine Herzsportgruppe?

  • Die Adresse der örtlichen Herzsportgruppe hat Ihr behandelnder Arzt.
  • Sie können sich aber auch an jeden größeren Sportverein in Ihrer Stadt wenden oder die Krankenkasse befragen. Dort wird man ebenfalls Adressen und Ansprechpartner benennen können.

Welche Sportarten sind zur Stärkung des Herzens besonders geeignet?

  • Gut geeignet sind beispielsweise Ausdauersportarten wie Walking, leichtes Joggen, Skilanglauf, Schwimmen und Radfahren.
  • Es sollte über einen längeren Zeitraum (optimal: 30 Minuten) mit niedriger bis mittlerer Anstrengung trainiert werden, wobei öfter besser ist als länger. Trainieren Sie also lieber dreimal pro Woche für eine halbe Stunde als einmal anderthalb Stunden.
  • Wichtig ist, sich nicht zu viel vorzunehmen. Zu Angina pectoris-Beschwerden sollte es beim Sport auf keinen Fall kommen. Schon ausgedehnte Spaziergänge drei- bis viermal in der Woche reichen aus, um gesünder zu leben.

 

Bei Angina pectoris-Beschwerden oder einem Herzinfarkt sollte möglichst unter ärztlicher Überwachung Sport betrieben werden. Dazu gibt es in sehr vielen Städten besondere Herzsportgruppen. Der behandelnde Arzt kann Ihnen Auskunft darüber geben, ob der Besuch einer solchen Herzsportgruppe empfehlenswert ist.

 

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  20.04.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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