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Prävention - Früherkennung

Kleine Verbände anlegen

Kleine Verbände anlegen

Im Alltag zieht man sich schnell eine kleine Verletzung zu, bei der Hausarbeit, bei der Gartenarbeit oder anderen Situationen. Jede Wunde sollte wegen der möglichen Infektion keimfrei bedeckt werden. Lernen Sie einfache Techniken der Wundversorgung kennen.


Was ist ein Verband?

  • Durch die Verletzung der Haut kommt es zur offenen Wunde.
  • Ein Verband ist nötig um
    • Die Infektionsgefahr zu reduzieren
    • Die leicht blutende Wunde abzudecken
    • Vor neuerlichen Verletzungen an der gleichen Stelle zu schützen
  • Jeder Verband besteht aus einer keimfreien Wundauflage und deren Befestigung. Die Art des Verbandes richtet sich nach dem Ausmaß der Wunde, nach der Stärke der Blutung und der betroffenen Körperstelle.

Grundsätze der Wundversorgung

  • Die Wundauflage darf nicht berührt oder gar verschmutzt werden.
  • Wunden dürfen Sie nicht mit Ihren Händen berühren, da die Wunde dadurch zusätzlich verunreinigt und infiziert würde.
  • Bei der Wundversorgung sollten Sie zum eigenen Schutz und zum Schutz des Betroffenen vor Infektionen Schutzhandschuhe tragen.
  • Wunden dürfen Sie nicht auswaschen oder reinigen. Eine Ausnahme ist die Wasseranwendung bei Verbrennungen.
  • Wunden dürfen Sie ohne ärztliche Anweisung nicht mit Puder, Salben, Sprays oder Desinfektionsmitteln behandeln.
  • Fremdkörper belassen Sie in der Wunde, sie müssen vom Arzt entfernt werden.

Einfacher Pflasterverband

  • Ein Pflasterverband oder auch als Wundschnellverband bezeichnet, kann zur Abdeckung kleiner, nicht stark blutende Wunden verwendet werden.
  • Er besteht aus dem Pflaster mit integrierter Wundauflage. Es gibt Pflaster auch für empfindliche Hauttypen und für Allergiker.

Fingerkuppenverband

  • Dazu schneiden Sie ein 8 bis 10 cm langes Stück vom Pflasterstreifen ab.
  • In der Mitte des Pflasterstücks wird an beiden Seiten ein dreieckiges Stück aus dem Klebestreifen herausgeschnitten. Die Wundauflage bleibt erhalten.
  • Nun legt man das Pflaster zur Hälfte auf den Finger und befestigt es mit den Klebestreifenstücken. Dann klappt man das überstehende Ende des Pflasters über die Fingerkuppe und befestigt es mit den noch freien Stücken des Klebestreifens.
  • In Pflastersammlungen sind zum Teil schon fertige Fingerkuppenverbände enthalten.

Verbände mit Wundauflage

  • Die Wundauflage besteht aus mehreren Lagen Mull und ist einzeln keimfrei verpackt. Sie ist in verschiedenen Größen erhältlich.
  • Die Wundauflage dürfen Sie nur mit den Fingerspitzen an einer Ecke anfassen, um Sie nicht zu verunreinigen. Legen Sie die Wundauflage locker auf die Wunde.
  • Eine Wundauflage kann mit Heftpflaster oder einer Mullbinde befestigt werden.  Pflaster wie Mullbinde dürfen nicht direkt mit der Wunde in Verbindung kommen, da sie nicht Keimfrei sind.
  • Wickeln Sie die Binde mehrfach um die betroffene Extremität, so dass die Wundauflage komplett bedeckt ist und hält. Alternativ können Sie zwei bis 4 längere Pflasterstreifen zur Befestigung der Wundauflage verwenden.
  • Achten Sie bei der Verwendung einer Mullbinde darauf, dass der Verband nicht zu eng wird und zum Blutstau in der betroffenen Extremität führt. Keinesfalls sollten Sie elastische Binden verwenden.

Verbandpäckchen

  • Beim Verbandpäckchen sind Wundauflage und Mullbinde kombiniert. Sie ist damit ideal zum Verbinden.
  • Verbandpäckchen sind in jedem Autoverbandkasten.
  • Nach dem Öffnen legen Sie die Wundauflage ohne sie zu berühren auf die Wunde und wickeln die Mullbinde um die Extremität.

 

Kleine Verletzungen sollten keimfrei mit einem Verband bedeckt werden. Suchen Sie bei stark blutenden Verletzungen sofort den Arzt auf. Das ist bei einer spritzenden oder pulsierenden Blutung der Fall oder wenn der Verband kurzfristig mehrfach durchgeblutet ist. Auch stark klaffende Wunden müssen ärztlich versorgt werden.

 

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  27.04.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

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