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Prävention - Früherkennung

Rheumatische Erkrankungen – Ursachen

Rheumatische Erkrankungen – Ursachen

Eine übermäßige Beanspruchung der Gelenke führt zu Verschleißerscheinungen am Knorpelgewebe und kann eine Arthrose auslösen. Für andere rheumatische Erkrankungen gelten Autoimmunerkrankungen als Hauptursache.


Ursachen für Arthrose

  • Hohes Lebensalter
    • Ungefähr ab dem 35. Lebensjahr nimmt die selbstständige Regenerationsfähigkeit des Körpers ab. Das bedeutet, dass diejenigen Zellen, die für die Ausbesserung und Aufrechterhaltung des Zellgewebes verantwortlich sind, nicht mehr so effizient arbeiten wie bei jüngeren Menschen. Das betrifft auch die Produktion von Gelenkschmierflüssigkeit. Wird zu wenig Gelenkschmiere neu produziert, nutzen sich die Gelenke stärker ab als bei einer intakt funktionierenden Zellproduktion.
  • Körpergewicht
    • Vor allem bei Knie- und Hüftgelenksarthrosen spielt Übergewicht eine wichtige Rolle, da das gesamte Körpergewicht auf die durch Gelenke miteinander verbundenen Knochen drückt. Damit werden die Gelenke zu einem höheren Reibungsausgleich gezwungen als dies bei normalgewichtigen Personen der Fall ist.
  • Erbfaktoren
    • Bestimmte Arthrosen können erblich bedingt sein. Dazu gehört z. B. die Heberden-Arthrose, die an den Fingerendgelenken auftritt.
  • Überlastung
    • Angeborene Fehlstellungen (z. B. der Hüfte), zu intensive Beanspruchung (z. B. bei Spitzensportlern) oder Fehlbelastungen durch ungeeignetes Schuhwerk (z. B. Schuhe mit Pfennigabsatz) belasten die Gelenke durch eine unnatürliche Fehlstellung der Knochen übermäßig und auf Dauer so stark, dass die Gelenke dies nicht ohne zu verschleißen ausgleichen können.
  • Verletzungen
    • Schon Mikroverletzungen, wie sie manchmal beim Sport entstehen, aber auch Knochenbrüche können die Entstehung einer Arthrose begünstigen. Die Gelenke können Schaden nehmen (z. B. durch Veränderungen am Gelenkspalt) und nutzen sich schneller ab als beim gesunden Menschen.

Ursache für andere rheumatische Erkrankungen

  • Im Krankheitsverlauf einer Autoimmunerkrankung bildet das menschliche Immunsystem Antikörper gegen eigenes Körpergewebe. Dabei wird die Zellstruktur geschädigt. Von solchen Schädigungen können Gelenke selbst betroffen sein, aber auch das umgebende Bindegewebe und Muskeln.
  • Rheumatoide Arthritis und andere Autoimmunerkrankungen sind Einzelformen solcher – durch Antikörper ausgelöster – autoaggressiver Entzündungsprozesse. Durch die Antikörperbildung innerhalb der menschlichen Blutbahn kann sich die Erkrankung im gesamten Organismus verbreiten und an mehreren Gelenken gleichzeitig die Gewebe zerstörenden Entzündungsprozesse auslösen.

 

Ist Rheuma vererbbar?

  • Für eine Bestätigung der Vermutung, dass verschiedene Formen rheumatischer Erkrankungen erblich bedingt sein können, liegen der Wissenschaft bislang noch keine gesicherten Ergebnisse vor. Die Annahme stützt sich ausschließlich auf empirische Forschungen, die das Auftreten der Rheumatoiden Arthritis innerhalb einer Familie über verschiedene Generationen hinweg untersuchten und das gehäufte Aufkommen dieser Krankheit bei Mitgliedern einer betroffenen Familie bestätigten.
  • Nach heutigem Wissensstand lässt sich nur Folgendes mit Gewissheit sagen: Wer Träger eines erblich übertragbaren Rheumafaktors ist, scheint dem Risiko einer Erkrankung in höherem Maße ausgesetzt zu sein als genetisch unbelastete Menschen. Ob und in welchem Lebensalter die Krankheit dann jedoch tatsächlich ausbricht, ist nicht mit Sicherheit prognostizierbar.

 

Die übermäßige Beanspruchung der Gelenke - vor allem bei häufigen und wiederholten Bewegungsabläufen, aber auch durch falsches Schuhwerk, Übergewicht oder ein hohes Lebensalter - führt zu Verschleißerscheinungen am Knorpelgewebe und kann eine Arthrose auslösen. Für die anderen Rheumaformen sind häufig Autoimmunerkrankungen der Auslöser. Ob dabei auch Vererbung eine Rolle spielt, konnte von der Wissenschaft bislang noch nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  16.05.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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