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Prävention - Früherkennung

Röteln-Impfung und Schwangerschaft

Röteln-Impfung und Schwangerschaft

Röteln gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten. Normalerweise verlaufen sie harmlos. Gefürchtet sind sie aber in der Schwangerschaft: Steckt sich eine werdende Mutter mit den Viren an, können sie das ungeborene Kind schwer schädigen. Der sicherste Weg, dies zu verhindern, ist die Impfung gegen Röteln. Spätestens wenn eine Frau eine Schwangerschaft plant, sollte sie testen, ob ihre Abwehrkräfte gegen Röteln (Antikörper) vorhanden sind. Wenn sie fehlen, sollte sie sich unbedingt impfen lassen.


Eine harmlose Kinderkrankheit …

  • Die Röteln sind eine weltweit verbreitete und höchst ansteckende Virusinfektion.
  • Die meisten Menschen erkranken daran bereits in der Kindheit, sofern sie nicht dagegen geimpft wurden. Vor allem bei Kindern verläuft die Krankheit im Allgemeinen harmlos, oft bleibt sie sogar völlig unbemerkt.
  • Zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung treten allgemeine Krankheitssymptome wie Abgeschlagenheit, leichtes Fieber und geschwollene Lymphknoten im Kopf- und Halsbereich auf. Nur jeder zweite Patient bekommt den typischen Ausschlag, von dem die Krankheit ihren Namen hat. Er ist hellrot und feinfleckig, die Rötungen sind leicht geschwollen. Meist beginnt der Ausschlag im Gesicht und breitet sich nach unten über den Körper, die Arme und die Beine aus. Nach einigen Tagen bilden sich die Röteln in umgekehrter Reihenfolge zurück. Komplikationen wie Gehirnhautentzündung oder Gelenksentzündungen sind sehr selten und verlaufen in aller Regel gutartig.

… kann schlimme Folgen haben

  • Wenn jedoch eine schwangere Frau Röteln bekommt, bedeutet das eine ernste Bedrohung für das ungeborene Kind. Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft können die Viren relativ leicht von der werdenden Mutter auf das Ungeborene überspringen. In den ersten acht Wochen beträgt das Risiko, dass der Embryo sich ansteckt, bis zu 60 Prozent. Schwere Schäden mit geistiger Behinderung, Schwerhörigkeit oder Taubheit, Sehbehinderung oder Herzerkrankungen sind die Folge. In schweren Fällen ist sogar eine Fehl- oder Totgeburt möglich. Dabei bemerkt die Schwangere oft gar nichts von ihrer Infektion, denn der typische Ausschlag tritt nicht immer auf.

Sicherer Schutz

  • Den sichersten Schutz vor einer Rötelninfektion im gebärfähigen Alter haben Frauen, die schon als Kind Röteln hatten. Dadurch hat ihr Körper schützende Antikörper gegen das Virus gebildet, die sie lebenslang vor einer weiteren Infektion bewahren. Viele Frauen meinen, als Kind die Röteln durchgemacht zu haben und deshalb immun zu sein. Doch das kann ein Irrtum sein. Denn auch andere Kinderkrankheiten wie die Masern bilden einen Ausschlag, der nicht selten mit Röteln verwechselt wird.
  • Heute werden Kinder im Alter von 12 bis 15 Monaten im Rahmen der Masern-Mumps-Schutzimpfung auch gegen Röteln geimpft. Die Rötelnimpfung muss zwischen dem 15. und dem 23. Lebensmonat wiederholt werden. Nur so bildet das Kind ausreichend Abwehrstoffe. Etwa 10 bis 15 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter haben allerdings keine oder zu wenig Röteln-Antikörper im Blut.
  • Ob genügend Antikörper vorhanden sind und die Frau damit gegen Röteln immun ist oder nicht, zeigt ein einfacher Bluttest. Deshalb sollten Frauen mit Kinderwunsch rechtzeitig mit ihrem Arzt sprechen. Stellt sich heraus, dass Antikörper fehlen, ist eine Impfung dringend zu empfehlen. Per Bluttest muss dann kontrolliert werden, ob die Impfung erfolgreich war. Es ist allerdings zu beachten: Eine Schwangerschaft muss vor der Impfung und in den darauffolgenden drei Monaten unbedingt ausgeschlossen werden.

Röteln in der Schwangerschaft

  • Die Röteln-Viren gelangen in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes und können ihm schwere Schäden zufügen.
  • Eine hundertprozentige Aussage, ob genügend Antikörper gegen Röteln vorhanden sind, liefert ein einfacher Bluttest, der unbedingt vor der Schwangerschaft durchgeführt werden muss.
  • Stellt sich dabei heraus, dass man keine Abwehrstoffe hat, sollte man sich unbedingt rechtzeitig impfen lassen, wenn ein Kinderwunsch besteht.

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  16.05.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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