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Prävention - Früherkennung

Schlafapnoe-Syndrom – Was ist das?

Schlafapnoe-Syndrom – Was ist das?

Beim sogenannten Schlafapnoe-Syndrom treten während des Schlafs immer wieder Atempausen von mehr als zehn Sekunden auf. Circa zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben eine Schlafapnoe. Diese setzt den Körper unter Dauerstress und kann schwere Erkrankungen, wie Bluthochdruck und Herzinfarkte nach sich ziehen. Deshalb sollte die Schlafapnoe so früh wie möglich festgestellt und behandelt werden.


Engpass in der Kehle

  • Wörtlich übersetzt heißt Schlafapnoe „Schlafen ohne Luft“, während die Bezeichnung „Syndrom“ bedeutet, dass sich mehrere unterschiedliche Symptome zu einem Krankheitsbild zusammenfügen.
  • Bei jedem Menschen erschlafft im Schlaf die Muskulatur im Nasen-Rachen-Raum. Bei Menschen mit Schlafapnoe-Syndrom kommt es zusätzlich zu einer Rückverlagerung der Zunge. So entsteht ein „Engpass“, der das Atmen schwierig macht. Mitunter kann der Schlafende überhaupt nicht mehr einatmen, was dazu führt, dass im Blut nicht mehr genügend Sauerstoff ankommt. Jetzt läuft eine Kettenreaktion ab: Das Gehirn registriert die Atempause und überwindet sie durch eine „Weckreaktion“, die vor dem Ersticken rettet. Der Patient kann wieder tief einatmen und die verengten Atemwege öffnen sich schlagartig. Dieses Sich-Öffnen ist als lauter Schnarchton hörbar. Findet dieses Schnarchen mit mehr als zehn Atempausen pro Stunde statt und dauert die Atempause jeweils mehr als zehn Sekunden, so spricht man vom Schlafapnoe-Syndrom.
  • Durch die Weckreaktion wird der Schlaf allerdings empfindlich gestört, weil der Schläfer immer wieder aus dem tiefen Schlaf gerissen wird und nur noch oberflächlich weiterschläft. So kann sich der Organismus nicht genügend erholen, was für den Körper Dauerstress bedeutet. Schwere Erkrankungen wie Schädigungen des Gehirns, Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folge sein.

Woran erkennt man ein Schlafapnoe-Syndrom?

  • Folgende Symptome können ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein:
    • Unruhiger Schlaf, nächtliches Schwitzen und vermehrtes Wasserlassen
    • Vermehrte Schläfrigkeit am Tag mit Einschlafneigung (Sekundenschlaf) bei monotonen Tätigkeiten (z. B. beim Autofahren, Lesen, etc.)
    • Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
    • Antriebsarmut, morgendliche Abgeschlagenheit
  • Als Folgen können auftreten:
    • Depressive Verstimmungen
    • Potenzstörungen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wirksame Therapien

  • Das Schlafapnoe-Syndrom lässt sich heute sehr wirkungsvoll behandeln. Da 80 Prozent der Patienten übergewichtig sind, sollten sie zunächst überflüssige Pfunde abbauen.
  • Die Muskulatur der oberen Atemwege erschlafft durch Alkohol zusätzlich, weshalb ein Apnoiker (ein an dem Schlafapnoe-Syndrom Leidender) auf Alkohol vor dem Schlafengehen verzichten sollte.
  • Hilfe bringt auch die sogenannte „Kontinuierliche positive Überdruckbeatmung“ (CPAP, engl. Continuous Positive Airway Pressure). Dazu setzt sich der Patient eine Kunststoffmaske auf die Nase, die über einen kleinen Schlauch Frischluft zuführt. Um die oberen Atemwege offen zu halten, erzeugt ein Gerät mit einem Ventilator einen geringen Überdruck. Der Patient findet dadurch wieder erholsamen Schlaf.

 

Menschen mit einem Schlafapnoe-Syndrom fühlen sich tagsüber oft müde, matt und abgeschlagen, haben Kopfschmerzen und können sich nur schwer konzentrieren. Der Grund: Sie finden nachts keinen erholsamen Schlaf. Als Folge können schwere Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt auftreten.

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  16.05.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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