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Prävention - Früherkennung

Schwindel, ein wichtiges Symptom

Schwindel, ein wichtiges Symptom

„Es dreht sich alles, die Erde schwankt, der Boden gibt nach.“ So kann sich Schwindel bemerkbar machen. Schwindel ist ein häufiges Symptom, das meist harmlos ist, aber in einigen Fällen auf eine ernstere Erkrankung hinweisen kann.


Wie äußert sich Schwindel?

  • Schwindel ist eine Gleichgewichtsstörung, bei der die Betroffenen ein Gefühl des Schwankens oder Drehens haben. Es entsteht der Eindruck, man bewege sich im Raum oder Gegenstände bewegen sich um einen herum.
  • Schwindel wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich wahrgenommen und ist eine sehr unangenehme Empfindung. Die medizinische Bezeichnung für Schwindel ist Vertigo.
  • Begleitend kommen oft Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, Herzrasen, das Schwarzwerden vor den Augen bis zum Kollaps hinzu
  • Fast zehn Prozent der Patienten berichten ihrem Hausarzt von Schwindelsymptomen. Damit ist Schwindel, nach Kopfschmerzen, die häufigste Krankheitserscheinung.

Wie entsteht Schwindel?

  • Das Gleichgewicht des Körpers entsteht durch die Wahrnehmung der Augen, das Empfinden des Gleichgewichtsorganes im Innenohr und die Wahrnehmung der Sinneszellen für die Körperhaltung, beispielsweise über die Anspannung der Muskulatur.
  • Sind eines oder mehrere dieser Informationssysteme gestört und melden Informationen, die nicht mit den anderen Wahrnehmungen zusammen passen, so empfindet man Schwindel.
  • Natürliche Formen des Schwindels sind der Höhenschwindel, die Reisekrankheit oder der Schwindel bei rasanten Bewegungen wie im Karussell. Häufig tritt Schwindel auch nach plötzlichem Aufstehen als sogenannter Lageschwindel auf. Er wird durch eine kurzzeitig verminderte Hirndurchblutung hervorgerufen.
  • Diese Arten des Schwindels sind in der Regel harmlos. Andere Formen des Schwindels sollten immer ernst genommen werden und mit Ihrem Arzt abgeklärt werden.

Ursachen von Schwindel

  • Die Ursachen für Schwindel können vielfältig sein. Hierzu gehören die Störung der Reizaufnahme im Gleichgewichtsorgan, die Störung der Reizverarbeitung im Gehirn, Sehstörungen und auch psychische Störungen.
  • Schwindel kann auch ein Begleitsymptom von vielen körperlichen Erkrankungen sein. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Durchblutungsstörungen und Stoffwechselerkrankungen.
  • Häufige Ursachen von Schwindel sind:
    • Niedriger oder hoher Blutdruck
    • Durchblutungsstörungen im Gehirn (Arterienverkalkung)
    • Migräne (Kopfschmerzen)
    • Erkrankungen des Innenohrs
    • Unterzuckerung
    • Herzrhythmusstörungen
    • Erkrankungen der Halswirbelsäule

Formen von Schwindel

  • Unter Schwindel im medizinischen Sinne versteht man das Empfinden eines Drehgefühls oder Schwankens oder das Gefühl der drohenden Bewusstlosigkeit.
  • Man unterscheidet u. a. Dreh-, Schwank-, Lift-, Bewegungs- und unsystematischen Schwindel. Außerdem werden Symptome einer Kreislaufschwäche oft Schwindel genannt.
  • Am häufigsten ist der sogenannte benigne paroxysmale Lagerungsschwindel. Er ist harmlos und entsteht durch Ablagerung im Gleichgewichtsorgan. Er bedarf in der Regel keiner Behandlung.

Untersuchungen bei Schwindel

  • Wenn die Beschwerden sehr stark sind, nicht vorübergehen oder wenn andere Beschwerden wie Benommenheit, Ohnmacht, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Hörstörungen hinzukommen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
  • Zur Abklärung der Ursachen von Schwindel müssen Patienten oft von mehreren Ärzten untersucht werden.
  • Zu den Fachrichtungen gehören neben dem Hausarzt auch die Fachärzte für Hals-Nase-Ohren, Orthopädie und Neurologie. Unter Umständen sind auch kardiologische und psychiatrische Untersuchungen sinnvoll.
  • Neben der Routineuntersuchung des Körpers gehören zur Abklärung von Schwindel die Untersuchung der Augenbewegungen (Nystagmus), die Gleichgewichts-, Gehör- und die Koordinationsprüfung.
  • Je nach vermuteter Ursache wird Ihr Arzt weitere Spezialuntersuchungen veranlassen.

Was Sie tun können

  • Bei harmlosen Schwindelformen wie der Reisekrankheit vergeht der Schwindel oft von alleine.
  • Tabletten können bei harmlosen Schwindelformen wie der Reisekrankheit, Übelkeit und Erbrechen helfen.
  • Bei anderen Formen von Schwindel wird Ihr Arzt eine Behandlung der Ursache einleiten.
  • Zur Vorbeugung helfen oft ein langsames Aufstehen und das Vermeiden von plötzlichen Drehungen.

 

Schwindel tritt bei jedem zehnten Patienten in der Hausarztpraxis auf. Meist handelt es sich um harmlose Formen, die keiner Behandlung bedürfen. Selten steckt eine organische Erkrankung dahinter, die der weiteren ärztlichen Abklärung und Behandlung bedarf.

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  17.05.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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