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Prävention - Früherkennung

Umgang mit der Peak-Flow-Messung bei Asthma

Umgang mit der Peak-Flow-Messung bei Asthma

Patienten mit Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale können die Funktion ihrer Atemwege unkompliziert mit einem kleinen Gerät, dem Peak-Flow-Meter, überprüfen. Der Peak-Flow-Wert zeigt, wie weit oder eng die Bronchien sind. Regelmäßiges Messen hilft, Veränderungen im Bereich der Atemwege frühzeitig zu erkennen, so dass man bei einer Verschlimmerung rechtzeitig Medikamente einnehmen oder zum Arzt gehen kann.


Die Messung des Luftstroms

  • Auf bestimmte Reize wie Kälte oder Blütenpollen hin verengen sich bei Asthma-Patienten die Atemwege und sie verspüren Atemnot.
  • Mit der Peak-Flow-Messung kann jeder Asthma-Patient ganz einfach, zu jeder Zeit und an jedem Ort, feststellen, wie weit oder wie verengt seine Atemwege sind. Das entsprechende Gerät heißt Peak-Flow-Meter. Es ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich und etwas größer als ein Mobiltelefon. Peak flow ist englisch und bedeutet "Spitzenfluss". Das handliche Gerät misst also den kräftigsten aus der Lunge ausgestoßenen Luftstrom am Beginn einer Ausatmung. Wie stark er ist, hängt von der Weite bzw. Verengung der Bronchien ab.

Verlässliche Werte

  • Die meisten Asthmatiker glauben, dass sie selbst zuverlässig einschätzen können, wie weit oder eng ihre Atemwege gerade sind. Dies ist jedoch ein Trugschluss.
  • Jeder Asthma-Patient sollte deshalb ein „Frühwarngerät“ haben, mit dem er rechtzeitig und objektiv erkennen kann, wenn seine Atmung sich verschlechtert. So wie jeder Diabetiker den Blutzucker misst, so sollten auch Asthmatiker regelmäßig die Weite ihrer Atemwege bestimmen.

Wie messe ich richtig?

  • Beim Messen kommt es nicht auf ein langes, sondern auf ein möglichst kraftvolles Ausatmen an. Am besten sollte man mehrmals täglich wie folgt messen:
    • Messen Sie immer im Stehen (oder in aufrecht sitzender Position).
    • Stellen Sie den Messzeiger auf Null.
    • Halten Sie das Gerät waagerecht vor den Mund und achten Sie darauf, dass der Messzeiger nicht mit den Fingern behindert wird.
    • Atmen Sie tief ein und halten Sie kurz die Luft an.
    • Umschließen Sie das Mundstück fest mit den Lippen.
    • Atmen Sie schnell und mit aller Kraft aus, so wie beim Ausblasen einer Kerze. Wichtig ist ein kurzer kräftiger Atemstoß – nicht so lange wie möglich ausatmen.
    • Der Atemstoß verschiebt den Messzeiger. Der Wert zeigt an, wie weit oder eng die Atemwege im Augenblick sind.
    • Nehmen Sie immer drei Messungen vor, da die Werte stark davon abhängen, wie gut die Messung durchgeführt wird. Notieren Sie den höchsten Wert.
    • Moderne Geräte können die Werte speichern und geben Information zum Verlauf der Werte. Die Geräte haben Ampelzonen, bei denen Prozentwerte ausgehend vom ermittelten, persönlichen Bestwert angezeigt werden. Bei einem Peak-Flow-Wert, der besser ist als 80 Prozent des Bestwertes, ist alles in Ordnung. Bei kleineren Werten ist die Therapie nicht optimal.
    • Die Peak-Flow-Messung sollte regelmäßig erfolgen. Die Werte sollten in einem Verlaufstagebuch dokumentiert werden. Damit können Sie und Ihr Arzt sehen, ob die Therapie erfolgreich ist.
    • Der Peak-Flow wird in Liter pro Minute (l/min) angegeben. Die  gemessenen Werte werden mit dem Normalwert verglichen, der je nach Alter, Größe und Geschlecht variiert.

Die Peak-Flow-Messung liefert eine gute und objektive Aussage über den Zustand Ihrer Atemwege, also ob diese verengt oder weitgestellt sind. Nicht immer können Sie es als Patient spüren, wenn sich die Situation verschlechtert. Messen Sie deshalb regelmäßig und mehrmals täglich und tragen Sie die Werte in Ihr Asthma-Tagebuch ein. Verschlechtern sich die Werte, können Sie schnell reagieren und Ihr Medikament nehmen oder einen Arzt aufsuchen.

Stand 08.2010

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  17.05.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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