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Prävention - Früherkennung

Was ist Borreliose?

Was ist Borreliose?

Borreliose ist eine Infektion mit Bakterien, die durch Zeckenbisse übertragen wird. Wird die Infektion nicht rechtzeitig erkannt, kann sie noch nach Jahren chronische Entzündungen hervorrufen. Gegen Borreliose gibt es noch keinen Impfstoff. Die sogenannte „Zeckenimpfung“ wirkt nur gegen die Überträger von FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis). Zur Vermeidung einer Infektion mit Borreliose sollte man sich daher vor Zeckenbissen so weit wie möglich schützen. Nach einem erfolgten Biss muss die Zecke sofort entfernt werden.


Was ist Borreliose?

  • Die Krankheit selbst ist schon seit mehr als hundert Jahren bekannt. Erst seit 1982 weiß man aber, dass die Borreliose-Bakterien im Darm von Zecken leben und durch einen Biss auf den Menschen übertragen werden. Um vom Darm über den Stachel in den Körper zu gelangen brauchen sie eine ganze Weile. Wird ein Zeckenbiss schnell bemerkt und die Zecke sofort entfernt, kann eine Ansteckung mit Borreliose verhindert werden.
  • Nicht jede Zecke trägt die gefährlichen Bakterien in sich. Schätzungsweise 40 Prozent der Zecken in Mitteleuropa sind mit Borrelien infiziert.

Wie bemerkt man eine Borreliose-Infektion?

  • In den Tagen nach einem Zeckenbiss sollte man die Biss-Stelle genau beobachten. Ist die Haut um den Biss herum gerötet, kann das ein Anzeichen einer Infektion sein. Eine solche Rötung tritt in vielen (aber nicht allen) Fällen auf. Sie kann ringförmig sein und auch an anderen Körperteilen auftreten, also weiter entfernt vom eigentlichen Zeckenbiss. Das hat ihr den Namen „Wanderröte“ eingebracht.
  • Unklare Kopf-, Glieder- und Gelenkschmerzen sollten – in den Wochen nach einem Zeckenbiss – ebenfalls umgehend beim Arzt abgeklärt werden, sie können ebenfalls Anzeichen einer Borreliose-Infektion sein. Im Frühstadium ist die Borreliose mit Antibiotika gut behandelbar.

Was bedeutet die Infektion für den Patienten?

  • Wird eine Borreliose unmittelbar nach der Infektion mit Antibiotika behandelt, ist fast immer eine vollständige Heilung möglich. Ohne rechtzeitige Behandlung kann es hingegen zu einer Erkrankung des Nervensystems kommen.
  • Einige Wochen bis Monate nach der Infektion können schmerzhafte Nerven- und Hirnhautentzündungen sowie Lähmungen die Folge sein. Auch Herzmuskelentzündungen treten bei einigen Patienten auf. Diese Symptome bilden sich – auch ohne Behandlung – zunächst oft zurück und kehren später schubweise wieder.
  • Zusätzlich werden im Verlauf der Krankheit die Gelenke befallen, insbesondere entstehen Entzündungen der Knie- und Sprunggelenke. Auch Hautveränderungen sind typisch für Borreliose. Die Haut schwillt zunächst vor allem um die Gelenke herum an und verfärbt sich dann blaurot. Später wird sie an den betroffenen Stellen extrem dünn. In seltenen Fällen treten bei einer Borreliose-Infektion auch Lähmungen und Koordinationsstörungen auf.
  • Symptome und Verlauf einer Borreliose sind von Patient zu Patient sehr verschieden. Die einzelnen Symptome können auch Jahre nach der Infektion noch auftreten und sehr unspezifisch sein, daher ist eine Borreliose-Infektion nur sehr schwer von anderen Erkrankungen zu unterscheiden und wird oft erst spät entdeckt. Eine Borreliose kann in vielen Fällen auch im Spätstadium noch erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Wie kann man sich vor Borreliose schützen?

  • Bislang gibt es gegen diese Infektionskrankheit noch keine Impfung. Da Borreliose von Zecken übertragen wird, ist der Schutz vor Zeckenbissen die beste Vorbeugung.
  • Hier einige Tipps um Zeckenbisse zu vermeiden:
    • Lange Kleidung und feste Schuhe tragen, dadurch können sich Zecken nicht so schnell an die Haut anheften.
    • Bei jedem Aufenthalt im Freien eine Anti-Zecken-Lotion gleichmäßig auf die Haut auftragen.
    • Abends den ganzen Körper nach Zecken untersuchen, dabei besonders auf Kniekehlen, Leisten, Hals und die Ohrpartie achten.
  • Hat trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Zecke gebissen, sollte man Ruhe bewahren und die Zecke möglichst bald mit einer Pinzette, einer Zeckenzange oder notfalls mit den Fingernägeln herausziehen. Dabei nicht drehen und kein Öl oder andere Hausmittel einsetzen. Sonst setzt dies die Zecke unter Stress und erhöht dadurch die Infektionsgefahr.

Stellt man eine Zecke bei sich fest, sollte man diese schnellstmöglich entfernen und die Biss-Stelle in den nächsten Tagen genau beobachten. Zeigt sich eine Rötung der Haut oder ein roter Ring, können das charakteristische Anzeichen für eine Borreliose-Infektion sein. Auch grippeähnliche Symptome in den Wochen nach dem Zeckenbiss können auf eine Infektion hindeuten.
Wenn typische Anzeichen einer Borreliose an auftreten, ist es ratsam, sofort zum Arzt zu gehen, denn die Infektion ist im Anfangsstadium gut behandelbar.

Publikationsdatum:   13.03.11
Datum geändert:  14.06.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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