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Prävention - Früherkennung

Was ist eine Eisenmangelanämie?

Was ist eine Eisenmangelanämie?

Eine Eisenmangelanämie entsteht durch geringe oder entleerte Eisenspeicher. Das Eisen wird bei der Produktion von roten Blutkörperchen benötigt. Eine Eisenmangelanämie (Blutarmut) entwickelt sich in der Regel langsam, weil es mehrere Monate dauern kann, bis die Eisenreserven des Körpers aufgebraucht sind. Mit abnehmender Eisenreserve produziert das Knochenmark immer weniger rote Blutkörperchen. Wenn die Reserven erschöpft sind, gibt es nicht nur weniger, sondern auch kleinere rote Blutkörperchen.


Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für eine Blutarmut und Blutverlust ist der häufigste Grund für einen Eisenmangel bei Erwachsenen. Bei Männern und Frauen nach den Wechseljahren weist ein Eisenmangel oft auf innere Blutungen im Magen-Darm-Trakt hin. Jüngere Frauen entwickeln manchmal aufgrund starker Monatsblutungen ein Eisendefizit. Eine eisenarme Ernährung kann bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Schwangeren am Eisenmangel schuld sein.

Symptome und Diagnose

Die Symptome einer Eisenmangelanämie entwickeln sich allmählich und ähneln den Symptomen, die durch andere Arten von Blutarmut entstehen. Zu den Symptomen gehören Blässe, schnelle körperliche Ermüdung und Konzentrationsmangel. Auch verstärkter Haarausfall und brüchige Nägel können auftreten.


Bei einer Anämie wird mit Bluttests gewöhnlich zuerst nach einem Eisenmangel gesucht. Eisengehalt und Transferrin (ein Eiweiß, welches Eisen im Serum, außerhalb der roten Blutzellen transportiert) werden gemessen und verglichen. Der empfindlichste Test, um einem Eisenmangel auf die Spur zu kommen, ist die Bestimmung von Ferritin. Dies ist eine Verbindung, die Eisen speichert. Niedrige Ferritinspiegel signalisieren ein Eisendefizit.

Behandlung

Da Blutungen den häufigsten Grund für einen Eisenmangel darstellen, ist es natürlich stets der erste Schritt, die Ursache für den Eisenmangel zu finden und zu behandeln.


Die übliche Ernährung genügt gewöhnlich nicht, um einen vorhandenen Eisenmangel auszugleichen. Da üblicherweise auch die Eisenreserve des Körpers gering ist, muss sie durch die Einnahme von entsprechenden Präparaten wieder aufgefüllt werden.


In der Regel müssen Eisenpräparate drei bis sechs Wochen lang eingenommen werden – selbst wenn eine Blutung inzwischen gestillt ist. Am besten kann der Organismus das Eisen aufnehmen, wenn die Tabletten eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten gemeinsam mit Vitamin C (z. B. Orangensaft oder Vitamin-C Tabletten) geschluckt werden. Wenn die eigentliche Blutarmut behoben ist, sollte die Behandlung noch weitere sechs Monate fortgesetzt werden, damit der Körper seine Eisenreserven auffüllen kann. In gewissen Zeitabständen sollten Kontrollen erfolgen.

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  14.06.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

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