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Prävention - Früherkennung

Was tun bei Schlafstörungen?

Was tun bei Schlafstörungen?

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen. Dabei gibt es unterschiedliche Arten, wie sich die Störungen äußern können. Die wichtigsten Schlafstörungen sind Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und vorzeitiges Erwachen.


Was kann man dagegen tun?

  • Häufig sind auftretende Schlafstörungen ein Signal, dass der Betroffene psychischen Stress nicht ausreichend verarbeitet. Daher ist es gerade in solchen Fällen besonders wichtig, eine ruhige und ausgeglichene Atmosphäre vor dem Schlafengehen zu schaffen.
  • Aufregende Fernsehsendungen oder anregende Diskussionen sollten vor der Schlafenszeit gemieden werden.
  • Hilfreich sind dagegen ruhige Entspannungsmusik oder auch ein Entspannungsbad.
  • Ein warmes Getränk ist ebenfalls zu empfehlen. In der Regel sollte das kein Kaffee sein. Bei älteren Menschen kann eine Tasse Kaffee abends aber auch den Schlaf fördern.
  • In hartnäckigeren Fällen empfiehlt sich der Besuch einer Yoga-Schulung, damit die Entspannung mit Yoga vor dem Zu-Bett-Gehen erfolgen kann.
  • Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder auch ein kräftiges Durchatmen können zusätzlich eine gute Basis für einen guten Schlaf sein.

Schlafstörungen bei älteren Patienten

  • Bei älteren Patienten ist oft ein Zuviel an Schlaf mitverantwortlich für Einschlafstörungen oder das vorzeitige Aufwachen.
  • Gerade ältere Mitbürger benötigen physiologisch weniger Schlaf als in jüngeren Jahren. Oft wird aber der Mittagsschlaf ausgiebig (länger als 20 Minuten) gehalten oder auch zusätzliche „Nickerchen“ während des Fernsehens eingelegt. Damit kann schon ein Teil des gesamten Schlafbedarfes abgedeckt sein. Der Körper reagiert daher mit weniger nächtlichem Schlaf, was als Schlafstörung empfunden wird.
  • Hier ist die Einhaltung eines strikten Schlafrhythmus’ wichtig. Wenn ein Mittagsschlaf gehalten werden soll, darf dieser nicht länger als 20 Minuten sein. Und alle weiteren Schlafmomente sind zu vermeiden.

Schlafstörungen durch Medikamente

  • Wenn die Schlafstörungen länger anhalten und die allgemeinen Maßnahmen nicht ausreichen, sollte in jedem Fall das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden.
  • Manchmal können auch bestimmte Medikamente Schlafstörungen als Nebenwirkung auslösen. Darauf kann der Arzt gezielt eingehen und Alternativen suchen.

Schlaf und Alkohol

  • Während ein Glas Wein am Abend oft als Schlummertrunk bezeichnet wird, führt der Genuss von größeren Mengen Alkohol eher zu Schlafstörungen.
  • Nach starkem Alkoholgenuss schlafen Menschen zwar rasch ein, werden aber auch ebenso schnell wieder wach, da ihr Körper intensiv mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt ist.

Schlaftabletten

  • Sie sollten Schlaftabletten nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.
  • Die frei verkäuflichen pflanzlichen Schlafmittel sind meist unbedenklich.
  • Viele der verschreibungspflichtigen Schlafmittel haben eine große Gefahr der Abhängigkeit. Sie sollten nur bei erheblichen Problemen und nicht über eine längere Zeit eingenommen werden.

Gefährliche Schlafstörungen

  • Es gibt auch gefährliche Schlafstörungen organischer Ursache. Ihr Arzt wird dann weiterführende Untersuchungen -beispielsweise in einem Schlaflabor- veranlassen.

 

Um Schlafstörungen richtig zu behandeln, ist es sinnvoll, ein Schlaftagebuch zu führen. Damit kann der Fachmann erkennen, um welche Schlafstörung es sich handelt und entsprechende Maßnahmen vorschlagen. Vor dem Griff zu Schlaftabletten sollten aber auf jeden Fall Entspannungsübungen, der Verzicht auf Alkohol und beruhigende Schlafrituale stehen.

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  14.06.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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