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Meine Migräne und mein Hormonzyklus

Meine Migräne und mein Hormonzyklus

Zwei Drittel der Migränepatienten sind Frauen. Zu den Ursachen gehören: hormonelle Veränderungen während des weiblichen Zyklus.


Wie kann ich wissen, ob es nicht nur einfache Kopfschmerzen sind?

Migräne macht sich durch Schmerzen bemerkbar, die oft intensiv, pochend, diffus oder auf einer Seite des Kopfes bzw. über einem Auge lokalisiert sind und unabhängig von anderen Erkrankungen auftreten.
Die Schmerzen können mit anderen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Licht- bzw. Lärmempfindlichkeit einhergehen.
Manchmal geht einer Migräne-Attacke eine Aura voraus. Bei einer Migräne mit Aura treten vor oder während der Attacke zusätzliche Störungen auf. In erster Linie handelt es sich dabei um Sehstörungen (funkelnde Lichtpunkte), aber auch sensorische (Kribbeln in den Gliedmaßen) oder Sprachstörungen (Schwierigkeiten beim Sprechen) kommen vor.

Warum bin ich von Migräne betroffen?

Mes migraines

Das Auftreten von Migräne ist von Ihrem Hormonstatusabhängig: Sie beginnt in der Pubertät, tritt verstärkt während der Menstruation auf, wird während einer Schwangerschaft schwächer und verschwindet mit der Menopause.

Es besteht eine enge Beziehung zwischen dem Auftreten von Migräne und dem Hormonzyklus.
Zum ersten Mal tritt Migräne normalerweise in der Pubertät auf.
Ab diesem Zeitpunkt sind Frauen zu bestimmten Zeiten ihres Menstruationszyklus anfälliger für Migräne-Kopfschmerzen.

Zu welchen Zeiten werden die Attacken ausgelöst?

Die Attacken können kurz vor der Monatsblutung auftreten, man spricht in diesem Fall von katamenialer Migräne. Diese Attacken sind nicht stärker, werden aber durch das Auftreten während der Menstruation von den betroffenen Frauen  unangenehmer wahrgenommen.

Ist meine Methode der Empfängnisverhütung schuld?

Gering dosierte Antibabypillen werden im Allgemeinen gut vertragen. Einige Frauen reagieren jedoch empfindlicher, und ihre Migräne-Attacken werden durch die Einnahme verstärkt. Wenn dies der Fall ist, wird Ihr Arzt Ihnen entweder eine andere Pille oder eine andere Verhütungsmethode empfehlen. Allerdings sollten Kombinationspräparate von Patientinnen mit Aura-Migräne aufgrund des erhöhten vaskulären Risikos nicht eingenommen werden. Es gibt auch Frauen, bei denen die Einnahme der Pille keine Konsequenzen hat oder sogar eine Verminderung der Häufigkeit und Stärke von Migräne-Attacken mit sich bringt.
Ihr Arzt wird Ihnen raten, bei Migräne nicht zu rauchen, besonders dann, wenn Sie unter 35 Jahre alt sind und wenn Sie eine hochdosierte Pille nehmen. Außerdem wird er Ihren Blutdruck kontrollieren.

Was passiert, wenn ich ein Baby erwarte?

Migränepatientinnen mit Kinderwunsch sollten sich für eine therapeutische Beratung an ihren Arzt wenden.
Bei zahlreichen Schwangeren geht die Häufigkeit der Attacken deutlich zurück. Ein kleiner Prozentsatz der Frauen stellt allerdings auch ein Anhalten oder eine Verschlimmerung der Migräne während der Schwangerschaft fest.

Nach der Entbindung kann die Migräne jedoch wieder mit der gleichen Intensität wie vor der Schwangerschaft auftreten.

Wird meine Migräne mit der Menopause verschwinden?

Vor der Menopause verstärkt sich die Migräne oft.
Nach der Menopause schwächen sich die Attacken bei Frauen mit katamenialer Migräne ab oder verschwinden ganz.

Kann Migräne von selbst besser werden?

Nein. Bei Migräne muss ein Arzt konsultiert werden.
Allerdings verschwindet die Migräne meist während der Wechseljahre.

Gibt es erschwerende und auslösende Faktoren?

Nahrungs- oder Schlafmangel, bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade, Alkohol, Käse oder natriumglutamathaltige Lebensmittel (industriell hergestellte Lebensmittel), helles Licht, Lärm, Wetteränderungen, Stress oder Anstrengung können eine Attacke auslösen.

 

 Migräne ist nicht unbeeinflussbar. Sie kann gelindert werden. Versuchen Sie, die Faktoren und Zeitpunkte zu ermitteln, die eine Attacke auslösen, und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Ausführliche Informationen versetzen ihn in die Lage, eine Behandlung der Attacke bzw. eine grundlegende Therapie zu verschreiben.

Stand: September 2011

Publikationsdatum:   12.01.13
Datum geändert:  10.10.11
 
 

Wir über uns

Priv. Doz. Dr. med. Hans Jörg Stürenburg, Privatambulanz Neurologie Chefarzt

Neurologie

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